Du bist für mich wie Nudeln

Nudeln machen uns glücklich Foto: freitag-ziegler

Nudeln machen uns glücklich
Foto: freitag-ziegler

Wow! Was für eine Liebeserklärung. Sie stammt von meiner 11jährigen Tochter, die wie viele Kinder in ihrem Alter Nudeln über alles liebt. Und da sie mich auch ziemlich gern hat, ist der Vergleich aus ihrer Sicht naheliegend.

Low carb ist nichts für uns

Käme ich nun auf die Idee, in unserer Familie auf „low carb“ zu setzen, also Kohlenhydrate einzusparen, wäre das ein glatter Liebesentzug. Aber das tue ich zum Glück nicht. Ich halte mich lieber an die DGE-Empfehlung, „reichlich Getreideprodukte sowie Kartoffeln“ zu essen. Die lässt uns viel Spielraum für die heißgeliebten Nudeln, aber eben auch für andere Beilagen wie Kartoffeln, Klöße und Reis. Auch davon schaffen wir erstaunlich große Portionen. Und der Witz dabei: man sieht es uns nicht an. Vermutlich auch, weil wir mehr Nudeln als Süßkram, Limo oder Chips essen.  Soweit meine persönliche, nicht-wissenschaftlich begründete Einschätzung zu den oft zu lesenden, pauschalen Thesen „Kohlenhydrate machen dick“ und „low carb macht schlank“.

Warum Nudeln glücklich machen

Eine wissenschaftliche Begründung gibt es übrigens sehr wohl für das Phänomen, dass Nudeln glücklich machen. Die reichlich enthaltenen Kohlenhydrate fördern die Umwandlung der Aminosäure Tryptophan in den Botenstoff Serotonin. Der genießt zurecht den Ruf eines „Glückshormons“, denn er hilft bei depressiven Verstimmungen und Schlafstörungen. Das funktioniert noch besser, wenn man die Pasta mit reichlich frisch geriebenem Parmesan genießt. Parmesan enthält nämlich besonders viel Tryptophan.