Jetzt die Walnüsse vor den Eichhörnchen retten

Foto: Freitag-Ziegler

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Die Walnüsse sind reif. Jedenfalls in unserem Garten. Tag für Tag fallen sie gerade vom Baum und Tag für Tag versuchen wir, schneller zu sein als „Knacki“ – mehr oder weniger erfolgreich. Knacki haben wir vor einigen Jahren das Eichhörnchen genannt, das unsere Walnüsse auch lecker findet. Wir wissen allerdings nicht wirklich, ob es immer dasselbe Tierchen ist. Jedenfalls haben wir das (oder die?) Eichhörnchen schon oft dabei beobachtet, wie es sich die Walnüsse vom Baum holt, in seine Backen stopft und damit das Weite sucht. Im nächsten Frühjahr finden wir und unsere Nachbarn dann regelmäßig Nüsse, wenn wir die Kübelpflanzen umtopfen oder die Beete umgraben. Manchmal wächst auch schon ein kleiner Walnussbaum aus dem Topf.

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Gut trocknen, damit die Walnüsse nicht schimmeln

Zurzeit heißt es also mehrmals täglich die Walnüsse von der Wiese sammeln. Aber das sollte man sowieso, sonst werden sie schimmelig. Ideal ist es, wenn die Walnussernte wie derzeit mit warmen Spätsommertagen zusammen fällt. Dann kann man die Nüsse einfach auf der Terrasse trocknen. Erst den Dreck abrubbeln (bitte nicht waschen, sonst werden die Nüsse innen drin erst recht feucht) und dann in einer Schicht zum Beispiel in flache Holzkisten (vom Gemüsemarkt) füllen. Am besten trocknen sie, wenn alle rundherum genug Luft haben oder mehrmals am Tag gewendet werden.

Foto: Freitag-Ziegler

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Fällt die Nussernte in eine Regenzeit, wird es schwieriger. Wir verteilen sie dann meist im ganzen Haus, bis sie nach ein bis zwei Wochen trocken sind. Das merkt man übrigens daran, dass sie deutlich leichter geworden sind.

Danach horten wir unseren Nussvorrat immer im Kämmerchen auf einige alte Fahrradkörbe verteilt, denn dort bekommen sie von allen Seiten gut Luft. Praktisch sind auch Netze von Zwiebeln oder Kartoffeln, in die man nicht zu große Mengen einfüllen soll. Wer einen trockenen luftigen Keller hat, hängt sie am besten dort auf.

Wenn die Bedingungen optimal sind, halten sich die Walnüsse manchmal ein ganzes Jahr lang. Wir müssen uns jetzt jedenfalls beeilen, die Ernte vom letzten Jahr aufzuessen, damit wir nicht den Überblick verlieren. So betrachtet ist es eigentlich gar nicht so schlimm, wenn Knacki sich vorher seinen Anteil geholt hat.