Erdbeerpflanze im März im Balkonkasten

Zur Erinnerung: Noch keine Saison für deutsche Erdbeeren!

Wunderschön leuchten meine zwei Erdbeerpflanzen vom letzten Jahr in der Morgensonne. Offensichtlich haben sie den Frost im Winter gut überstanden, denn sie schlagen gerade wieder prächtig aus. Aber natürlich sind keine Erdbeeren dran. Denn die haben bei uns ja noch lange nicht Saison. Die beginnt je nach Witterung frühestens im April. Die richtige Hochsaison für deutsche Erdbeeren frisch vom Feld startet sogar erst im Mai. Was uns jetzt beim Betreten der Obst- und Gemüseabteilung der Discounter und Supermärkte entgegen leuchtet (und mich immer so aufregt) sind meist Erdbeeren aus Spanien. Die haben einen weiten Weg hinter sich, stecken in viel Plastik und schmecken oft nur entfernt nach Erdbeeren – vor allem, wenn sie noch nicht einmal richtig ausgereift sind. Da hilft es auch nicht, sie ein wenig liegen zu lassen, denn Erdbeeren reifen nicht nach.

Trotzdem gehen sie zurzeit weg wie warme Semmel. Das hat mir der Verkäufer im Supermarkt beim Einräumen bestätigt. Außerdem meinte er, für Erdbeeren gebe es ja heute gar keine  Saison mehr. Richtig, wenn man damit das Angebot im Handel mit Importen aus Ägypten, Marokko und eben Spanien meint. Ganz falsch, wenn man etwas für den heimischen Anbau übrig hat.

Daher mein Rat: Auch wenn die roten Früchtchen noch so lecker aussehen. Einfach nicht kaufen, sondern sich noch ein Weilchen in Geduld üben und dann, wenn die Ernte bei uns so richtig losgeht, in Erdbeeren schwelgen.

Das gilt natürlich für andere Obst- und Gemüsesorten genauso, z. B. für Spargel, der aber schon etwas früher aus der Region zu haben ist. Wer wissen möchte, wann was bei uns Saison hat und wann das Angebot eher aus Importen stammt, kann in einem Saisonkalender nachschauen. Die gibt es mittlerweile natürlich auch als APP. Ansonsten im Handel immer auf das Herkunftsland achten oder das Personal fragen, wenn nichts angegeben ist.