7 Wochen „ohne sofort“ – Fasten beginnt im Kopf!

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Fastenaktion der evangelischen Kirche

Eigentlich wollte ich hier heute gar nichts zum Fasten schreiben. Weil mich dieser regelrechte Hype der letzten Jahre ziemlich nervt und abschreckt. Die einen versuchen, sich mit kreativen Fastenideen zu übertrumpfen. Die anderen ziehen genau das ins Lächerliche und brüsten sich damit, es nicht nötig zu haben. Beim Nachdenken darüber, ob ich also hier was zum Thema schreiben soll oder nicht, bin ich mal wieder auf die Fastenaktion der evangelischen Kirche und ihre Erläuterungen gestoßen:

Probehalber etwas anders zu machen – auch wenn es schwer fällt – kann die Entdeckung mit sich bringen, dass es anders besser sein könnte. Eine Weile das zu vermeiden, womit wir sonst viel Zeit verbringen und uns besonders im Wege stehen, das setzt Kräfte frei.

Also doch 7 Wochen ohne Süßigkeiten, Alkohol, Auto oder Plastiktüten? Für wen genau das die nötige Herausforderung ist, warum nicht. Besser noch, wenn es ein Umdenken auf Dauer einleitet. Genau das sagen übrigens auch die Macher guter Kampagnen wie Kenn dein Limit, um mal beim Alkohol zu bleiben.

Bei der Aktion der evangelischen Kirche geht es um weit mehr als den heldenhaften Verzicht auf Genussmittel oder Konsum. Es geht darum, nicht immer auf Abruf und ständig unter Strom zu stehen, innerlich mal Luft zu holen und 7 Wochen „ohne sofort“ zu leben. Das gefällt mir gut und passt außerdem perfekt zu diversen anderen Verzichtsübungen: Wer mal kurz innehält, braucht vielleicht auch die Schokolade oder das Auto gar nicht sofort und unbedingt.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die es ernst meinen, viel Erfolg beim Fasten und neue Kräfte, die sich bis weit über Ostern erstrecken.

Foto: www.evangelisch.de

 

2 Kommentare

  1. Danke für die Ergänzung und das aufmerksam machen darauf, worum es wirklich geht!
    Tempo reduzieren, vermeintliche Selbstverständlichkeiten hinterfragen, Routinen bewusst unterbrechen.
    Fasten ist kein Volkssport. War es früher auch eine wirtschaftliche bzw. versorgungstechnische Notwendigkeit, tut es besonders in unserer Überflussgesellschaft gut, uns darauf zu besinnen, dass eben nicht alles selbstverständlich und jederzeit verfügbar ist. Und dass uns „weniger“ oft auf allen Ebenen mehr bringt:
    mehr Demut und Dankbarkeit, mehr Aufmerksamkeit mehr Gewicht von der Art, die wirklich zählt.

    1. Gabriela Freitag-Ziegler sagt:

      Liebe Antje,

      das mit dem Volkssport trifft gut, was ich sagen wollte. Danke für deine Meinung und viele Grüße,

      Gabi

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