Alles neu in der Campusmensa Poppelsdorf

Alles neu in der Campusmensa Poppelsdorf

Rund 20 Monate dauerte der Umbau meiner alten Mensa. Aus der „Pop-Mensa“ wurde „CAMPO“, die Campusmensa Poppelsdorf. Im Herbst 2016 eröffnet ist nun (fast) alles fertig, schön hell, neu und top-modern. Vorbei sind auch die Zeiten von „Essen 1“ und „Essen 2“. Stattdessen gibt es eine bunte Mischung aus Komponenten mit und ohne Fleisch – wie es sich heute gehört, ist auch viel Veganes dabei. Wenn man nicht schon vorher auf der Website oder App nachgeschaut hat, erfährt man spätestens im Foyer auf einem großen Display, was zur Auswahl steht. Wer eher knapp bei Kasse ist, geht von hier ins Obergeschoss und genehmigt sich z. B. einen Eintopf für 1 Euro oder eine Portion Fleisch plus Beilagen für rund 3 Euro. Wer im Erdgeschoss bleibt, konnte dort diese Woche für 5 Euro hausgemachte Nudeln „CAMPO“ mit Ragout von Pfifferlingen bekommen. Und natürlich lecker Pizza – auch die frisch zubereitet.

Kein bio aber Coffee-to-go im Pfandbecher

Anfang dieser Woche hatte ich das Vergnügen, zusammen mit ein paar Kolleginnen (und einem Kollegen) nicht nur zu probieren, sondern auch mal wieder hinter die schon viel zitierten Kulissen zu blicken. Der VDOE hat’s möglich gemacht und uns den Herren Masemann und Birkenstein an die Fersen geheftet. Axel Masemann ist Betriebsleiter der Mensa, Jens-Martin Birkenstein Abteilungsleiter der Bonner Hochschulgastronomie. Beide haben sich viel Zeit für unseren exklusiven Rundgang genommen. Und natürlich haben sie auch so typische Oecotrophologen-Fragen beantwortet wie „wann wird denn der Salat geputzt und gewaschen, der mittags in der Salatbar liegt“ oder „warum ist kein bio im Angebot“. Die Antwort auf Frage 1 lautete „nachts beim Zulieferer“, die Antwort auf Frage 2 „das hatten wir früher, aber heute machen es uns die Zertifizierungsvorschriften  zu schwer“. Interessant auch die Sache mit dem Coffee-to-go und der sinnlosen Müllflut. In der CAMPO hat man das Problem für’s erste mit einem Becherpfand gelöst. So landen die leeren Becher zumindest nicht einfach so im Müll oder Straßengraben, sondern in der Papierverwertung.

  • Die Pop-Mensa vor dem Umbau im Februar 2015 © Volker Lannert

Bald mit Kinderecke und Außengastronomie

Derzeit gehen jeden Tag in der Campusmensa etwa 3.000 Mittagessen über die Theke. Es gibt rund 1.300 Sitzplätze.  Rein produktionstechnisch ist die Mensa auf eine Kapazität von 6.000 Essen ausgelegt. Damit die Gäste sich dann nicht auf die Füße treten, müssten die Öffnungszeiten ausgeweitet werden. Spätestens, wenn in ein paar Jahren der ganze Campus Poppelsdorf fertig ist, wird das vermutlich der Fall sein. Für die, die hier jetzt schon lehren oder lernen, gibt es aber bereits sehr bald noch ein paar neue Einrichtungen: In zwei Wochen werden neben der Caféteria ein Kinder-WC und eine Spielecke eingeweiht. Und ab Ende April gibt es 250 Sitzplätze an der frischen Luft.

Nicht ganz so preiswert wie die Studierenden und Bediensteten der Uni isst man in den Bonner Mensen als Gast. Grundsätzlich ist das jedoch möglich. Man kauft sich einfach in der Cafeteria eine Mensacard, lädt sie am Automaten mit einem Guthaben auf und los geht’s. Weitere Infos dazu gibt es auf der Website des Studierendenwerks.

Alt und neu im Film

Wer Lust hat, kann sich die ganze Geschichte vom Mensa-Umbau und der Interimsküche im Zelt auch nochmal im Film anschauen. Gerade ist außerdem der Film Campo Bonn-Poppelsdorf – so geht Mensa heute online. Beide sind unter der Federführung meiner Kollegin Claudia Dirschauer entstanden 😉