Indisches Tandoori-Gericht mit Jackfrucht!

Indisches Tandoori-Gericht mit Jackfrucht!

Ein Tandoori-Gericht mit Hirse statt Basmati-Reis; dazu Bio-Jackfrucht aus der Dose, die schon länger auf ihren Einsatz gewartet hat – heute war ich mal so richtig experimentierfreudig. Das hat allerdings mit zwei Tatsachen zu tun. Nr. 1: Keine Zeit zum Einkaufen und daher die Notwendigkeit, zu schauen, was die Vorräte so hergeben. Nr. 2: Julias aktueller Blogpost zur Jackfrucht als Fleischersatz, der mich an besagte Frucht bzw. Dose in meinem Schrank erinnerte.

Julia hat daraus ein vegetarisches (also nicht Hühner-)Frikassee gekocht. Das mag ich auch mit Huhn nicht wirklich. Von einem Freund habe ich allerdings ein tolles Rezept für ein „Tandoori Masala Mattar“. Da sind auch Erbsen drin und manchmal ergänze ich es mit etwas Bio-Hähnchenfleisch. Das bot sich also perfekt für meine Jackfrucht-Premiere an.

Jackfrucht als Fleischersatz – aber nur optisch

Was soll ich sagen? Kann man mal essen, muss man aber nicht. Vom Geschmack her erinnerte mich die Jackfrucht tatsächlich ein wenig an Artischocken und ist also durchaus lecker. Eine nette Bereicherung des Speiseplans auf jeden Fall. Als Fleischersatz brauche ich sie aber nicht. Mir schmeckt dieses Gericht in der vegetarischen Variante genauso gut. Und ich finde, nur, weil die Jackfrucht so faserig ist und ein wenig wie Hähnchen aussieht, hat sie mit Fleisch wenig gemeinsam. Auch nicht, was ihre Nährwerte angeht: fast kein Eiweiß und wenig Eisen, enthält aber auch wenig Kalorien. Einen guten Überblick zur Jackfrucht, wo sie wächst, wie sie geerntet und verarbeitet wird und wie es um ihre Nachhaltigkeit bestellt ist, gibt es zum Beispiel beim Bundeszentrum für Ernährung.

Hirse als Abwechslung zu Reis und prima Eisenquelle

Überraschend gut passte mein Tandoori-Gericht zum Hirsebrei. Der duftet zwar nicht so köstlich wie Basmati, dafür ist Hirse eine tolle pflanzliche Eisen-Quelle – ideal für Vegetarier oder Veganer!

Hier also mein etwas abgewandeltes Rezept für 4 Personen. Das kommt bei uns nicht nur wegen der aromatischen Gewürze, sondern auch wegen der Kombi aus Kartoffeln und Reis so gut an. Den Basmati-Reis – oder eben Hirsebrei – koche ich parallel nach Anleitung auf der Packung, dann ist alles in weniger als einer halben Stunde auf dem Tisch. Die Jackfrucht habe ich nach Julias Anleitung separat in einer Pfanne angebraten und zum Schluss kurz mitziehen lassen. So mache ich das auch, wenn ich das Ganze mit Hähnchen ergänze.

Tandoori Masala Mattar
 
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Zutaten
  • 3 El Rapsöl
  • 2 Tl Schwarzkümmel
  • 6 große festkochende Kartoffeln
  • 1 Tl Kurkumapulver
  • 1 Tl Jodsalz
  • 2 El Tandoori Masala (fertige Würzmischung)
  • ca. 200 ml Wasser
  • 500 g tiefgefrorene Erbsen
  • 100 ml Sahne
  • 100 ml Milch
Zubereitung
  1. Kartoffeln schälen und in Würfel (ca. 2 x 2 cm) schneiden
  2. Öl in einer Pfanne erhitzen, Schwarzkümmel darin kurz anrösten
  3. Kartoffelwürfel dazugeben und unter Rühren leicht anbraten
  4. Gewürze darüber streuen, mit Wasser ablöschen und 5 Minuten köcheln
  5. Erbsen, Sahne und Milch dazu und alles solange auf kleiner Flamme garen, bis die Kartoffeln weich sind