Johannisbeer-Wähe – regional und saisonal aus dem eigenen Garten

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Rote Johannisbeeren

Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass mein Garten nicht riesig und dazu auch noch ziemlich schattig ist. Daher ernten wir vor allem Walnüsse (der zugehörige Baum spendet den wohltuenden Schatten…). Außerdem tummeln sich rund ums Haus Kräuter, zwei Apfelbäume, und auch eine Tomate findet immer irgendwo ein halbwegs sonniges Plätzchen.

Mein Johannisbeerstrauch "Kunz"

Mein Johannisbeerstrauch „Kunz“

Vor zwei Jahren tat sich aber eine größere Lücke auf und ich pflanzte schnell einen weißen (Hinz) und einen roten (Kunz) Johannisbeerstrauch. Letztes Jahr reichte die Ernte von Hinz und Kunz gerade mal dazu, ein paar Beeren direkt vom Strauch zu naschen. Doch in diesem Jahr beglückte uns Kunz immerhin schon mit 300 Gramm schönen roten Johannisbeeren. Heute – an einem Montag! – habe ich daraus mal eben einen kleinen, dafür aber umso leckeren Kuchen gezaubert: Eine Johannisbeer-Wähe. Im Vergleich zu den zwei Jahren Wartezeit auf die Johannisbeeren ist die extrem schnell gemacht.

Johannisbeer-Wähe - Schweizer Pendant zur Tarte

Johannisbeer-Wähe – Schweizer Pendant zur Tarte

Aus dem abgeschnittenen Teig habe ich übrigens noch sechs Plätzchen ausgestochen. Herzen und Blumen schmecken auch im Sommer. Und das übrige Eiweiß kommt im Laufe der Woche als Eischnee in den Schokopudding.

Wer keinen Garten hat und wissen möchte, wie lange Johannisbeeren „offiziell“ noch Saison haben, kann zum Beispiel auf dem Saisonkalender des aid infodienst Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) nachschauen. Jetzt sind sie jedenfalls recht günstig auf dem Markt und aus der Region zu haben.

Johannisbeer-Wähe
 
Autorin:
Zutaten
  • 160 g Weizenmehl (Type 450)
  • 60 g Butter
  • 60 g Zucker
  • 1 kleines Ei
  • Butter und Semmelbrösel für die Form, Mehl zum Ausrollen
  • -----------------------------------------------------
  • 125 g Crème fraîche
  • 2 Eier
  • 1 Eigelb
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 1 gestrichener El Zucker
  • 1 gestrichener El Speisestärke
  • 300 g rote Johannisbeeren
Zubereitung
  1. Boden und Rand der Form dünn mit Butter fetten und mit den Semmelbröseln ausstreuen.
  2. Das Mehl in eine Rührschüssel füllen. Die Butter in Flocken darauf verteilen, das Ei und den Zucker dazu geben.
  3. Alle Zutaten mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. In Frischhaltefolie einschlagen und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. Den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche etwa 0,5 cm dick ausrollen – so groß, dass er die Form bedeckt und auch noch genug zum Auskleiden des Rands verbleibt. Überstehenden Teig mit einem scharfen Messer abschneiden.
  5. Die Johannisbeeren vorsichtig waschen und von den Stielen zupfen. Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.
  6. Crème fraîche, Eier, Eigelb, Zucker und Speisestärke mit einem Schneebesen (oder Handmixer) gut miteinander verrühren. Die Mischung auf den Boden gießen. Die Johannisbeeren darauf verteilen.
  7. Im unteren Drittel des Backofens ca. 40 bis 45 Minuten bei 150 °C (Umluft) backen.

 

 

6 Kommentare

  1. Samuel sagt:

    Probiere ich aus! Nur den Ofen heize ich erst später auf 🙂

    1. Gabi sagt:

      Danke für den Hinweis, das Rezept ist schon älter und war hier tatsächlich etwas missverständlich. Ich habe den Punkt gelöscht, weil ich heute meist gar nicht mehr vorheize 😉

  2. Susanne sagt:

    Danke fürs Rezept. Johannisbeeren haben wir leider nicht mehr im Garten. Aber während der Saison sind sie ja erschwinglich.

  3. Julia sagt:

    Danke für das schöne Rezept :-)! Sieht lecker aus. Meine roten Johannisbeeren brauchen noch etwas, aber die schwarzen und weißen sind schon gut. Werde das Ganze bald mal dreifarbig ausprobieren :-).

    1. Gabriela Freitag-Ziegler sagt:

      Dreifarbig hört sich sehr gut an. Kreativität gewinnt!

  4. Marrin sagt:

    Sieht köstlich aus!

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