Pünktlich zum Wintersemester: Taschenatlas Ernährung – Fachwissen für die Handtasche

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Taschenatlas Ernährung Foto: Thieme Verlag

Taschenatlas Ernährung
Foto: Thieme Verlag

In diesem Jahr kam der „Taschenatlas Ernährung“ bereits in der 6. Auflage auf den Markt. Obwohl es ihn bereits seit fast 15 Jahren gibt, kannte ich ihn bisher überhaupt nicht. Vielleicht, weil mein Abschluss noch länger zurück liegt – was auch an dem schönen Titel Diplom-Oecotrophologin erkennbar ist – und ich die Ernährungsphysiologie mit dickeren Standardwerken studiert habe. Durch eine Rezension der DGE stolperte ich aber jetzt über besagten Taschenatlas, der meine Sammlung nun ergänzt.

So klein und handlich er auf den ersten Blick erscheint, so gehaltvoll ist er auf den zweiten. Denn das Taschenbuchformat wird durch eine kleine Schrift (ohne Lesebrille geht da bei mir nichts mehr) und mehr als 400 Seiten wettgemacht. Es steckt also ziemlich viel Inhalt drin. Und vor allem stecken viele gute Illustrationen drin: Konsequent wurde die rechte Hälfte jeder Doppelseite für farbige Grafiken zu Stoffwechselwegen, Strukturformeln, Diagrammen, Tabellen etc. reserviert. Statt Bleiwüste erwartet die Leserinnen und Leser also ein freundliches Layout, das Lust aufs Nachschlagen und „Aufschlauen“ und das Lernen angenehmer macht.Taschenatlas 2

Thematisch liegt der Schwerpunkt auf der Physiologie der Hauptnährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Das mag auch an Biesalskis Forschungsschwerpunkt liegen, denn den Vitaminen widmet er sich schon seit vielen Jahren. Aber auch die Grundlagen des Stoffwechsels und die wichtigsten Fakten zur Ernährungsmedizin werden geliefert; dazu kommen kurze Einblicke zur Ernährung in bestimmten Lebenssituationen (z. B. Schwangerschaft), zur Lebensmittelsicherheit (z. B. Arzneimittel und Nahrung, Health Claims, Aufgabe der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)) und zur Nahrungsmittelqualität (z. B. Erzeugung, Hidden Hunger, Nachhaltigkeit, Biosiegel).

Speziell, was die Vitamine und Mineralstoffe angeht, reicht der Taschenatlas für die Studierenden der Bachelor-Studiengänge Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften vollkommen aus, sogar für die Prüfungsvorbereitungen. Das hat mir jedenfalls Professor Biesalski auf Nachfrage versichert. Wer bis zum Master studiert, benötigt wie wir Diplomer früher weitere spezialisierte Lehrbücher, z. B. zur Ernährungsmedizin. Auch wer sich für Spezialthemen wie die Ernährung von Senioren interessiert, bekommt hier nur einen ersten Einblick und braucht mehr Fachliteratur. Ansonsten ist der Taschenatlas ein gutes Grundlagenwerk für alle, die beruflich mit der Physiologie der Ernährung zu tun haben, also auch für Ärzte, Apotheker, Fachjournalisten oder einfach Menschen, die ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge und seriöse Informationen suchen.Taschenatlas 3

Mir persönlich fehlt ein Literaturverzeichnis, weil ich oft wissen möchte, welche Studien relevant sind. Das würde auch den Einstieg in tiefere Recherchen zu einzelnen Aspekten erleichtern. Richtig gut finde ich, dass alles so übersichtlich und knapp präsentiert wird. So kann ich mir Zusammenhänge, die ich vielleicht gerade nicht mehr so präsent habe, schnell wieder aneignen.

Einen Überblick darüber, was der Taschenatlas in welchem Umfang behandelt, gibt das Inhaltsverzeichnis. Einen Eindruck zum Aufbau des Buches bekommt man hier.

Taschenatlas Ernährung
Biesalski, Hans Konrad, Grimm, Peter, Nowitzki-Grimm, Susanne
6. überarbeitete Auflage 2015
440 S. , 192 Abb. , Broschiert
ISBN: 978-3131153562
34,99 Euro

 

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